Unser ältester Sohn,
jetzt 19 Jahre, plagte sich seit 2 Jahren verstärkt mit "Muskelproblemen" im
Nackenbereich herum. Anfang 2008 kamen dann schlimme Kopfschmerzen (u.a. auch
beim Lachen und Husten) und erste neurologische Störungen (Taubheitsgefühl im
Gesicht pp.) hinzu.
Es begann eine Zeit der vielen Arztbesuche - Orthopäden,
Neurologen - und jede Menge Krankengymnastik, Therapien, Akupunktur, Osteopathie
...immer noch auf der Suche nach der Ursache.
Dann endlich eine
Diagnose nach MRT: ACM Typ 1.
Meine Recherchen im
Internet führten dann zu den verschiedenen Fachärzten für dieses Krankheitsbild
und den DSCM e.V., über den ich Kontakte zu Betroffenen bekam, die für mich so
wichtig und hilfreich waren. Man fühlt sich dieser im Allgemeinen nicht sehr
bekannten und verbreiteten Anomalie so hilflos ausgesetzt wenn man nicht gerade
zufällig Mediziner ist...
Wir konsultierten
schließlich 3 Fachärzte (Neurochirurgen), die zur OP rieten und meinten, dass
sich diese Beschwerden nicht bessern würden und es auch keinen Sinn hätte, zu
warten.
Die Lebensqualität
unseres Sohnes war bereits erheblich eingeschränkt (kein Sport, immer mehr
Ausfälle in der Schule).
So haben wir uns
schließlich "nach Bauchgefühl" für Prof. Albert in den Paracelsus-Kliniken in
Osnabrück entschieden. Er hat eine wunderbare Ausstrahlung und eine ruhige, sehr
zugewandte Art und erklärt alles ganz genau. Dort wurde unser Sohn am 21.10.2008
operiert - es war eine lange, sehr komplexe OP. Der Prof. erklärte hinterher,
dass sich während der OP herausgestellt hätte, dass aufgrund eines
missgebildeten Halswirbels die Hauptschlagader verlegt war - eine letztlich auf
den MRT-Bildern nicht zu sehende Missbildung, die bei einem kleinen
Auffahrunfall lebensbedrohlich hätte werden
können...
Wir haben gezittert
und gehofft und alles ist sehr gut ausgegangen. Die Kopfschmerzen waren sofort
weg. Am nächsten Tag konnte Maximilian wieder aufstehen, nach 8 Tagen wurden die
Klammern an der Narbe entfernt und er entlassen. Nach 4-6 Wochen hat er mit
leichter Massage und KG begonnen, die Muskelverspannungen ließen langsam nach
und er konnte wieder Sport treiben. Im Februar 2009 fuhr er mit dem Skikurs
seiner Schule zum Skifahren. Er hat nur in den ersten 2 Wochen ein paar
Schmerztabletten gebraucht und ist jetzt gesund!
Er hat sein Abitur
bestanden und eine Ausbildung begonnen. Diese Zeit voller Sorgen liegt wie ein
Alptraum hinter uns und verblasst jetzt immer mehr. Wir sind so froh, dass wir
auf der Suche nach der Ursache für die Beschwerden nicht locker gelassen haben.
Wenn die Krankheit zu weit fortschreitet und Nerven entscheidend geschädigt
sind, kann es auch nach der OP noch mehr Probleme
geben.
Obwohl jeder Fall
anders ist und sicher junge Menschen eine solche OP besser verkraften als
ältere, kann ich wirklich bei einer gesicherten Diagnose ACM I aus unserer
Erfahrung nur zur OP raten. Es macht keinen Sinn, zu warten, denn die
Beschwerden können nicht nachlassen, wenn die Ursache nicht behoben
ist."
Ich wünsche allen
Patienten und ihren Familien ganz viel Kraft und Hoffnung auf einen ebenso guten
Ausgang ihrer Krankheit.
Herzliche Grüße
B.B.
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