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Allgemeine Information

  

Bevor wir „Chiari Malformation" erklären, möchten wir den Bereich des Körpers erläutern, in dem sich eine Chiari Malformation darstellt:

Bei einer normalen Entwicklung des Schädels und des Hirns ist alles an seinem Platz und erfüllt dort seine Funktion. Groß- und Kleinhirn sind so angeordnet, das sie im Schädel eine feste Stelle haben und durch die Schädelknochen nicht beeinträchtigt oder beschränkt sind.

 

 cm01
 Abbildung: Normaler Schädel mit normalen Organanordnungen

 

Das Rückenmark hat seinen Ursprung im Gehin und erstreckt sich im Rückenmarkskanal bis hin zum ersten/zweiten Lendenwirbel. So stellt die Wirbelsäule eine schützende Hülle für das Rückenmark dar.

Nervenwasser (Liquor) wird in Gehirnkammern (Ventrikel) ständig gebildet, durchfließt anschließend das Kammersystem und umspült das Gehirn. Am Ende des Kleinhirns wird es durch die hintere Schädelgrube rhythmisch-pulsierend in den Rückenmarkskanal abgegeben und umspült dort das Rückenmark.

syrinx01   
syrinx02
Abbildung: Zirkulation des Liquors im Schädel und
Rückenmarkskanal

Abbildung: Schematische Darstellung Wirbelsäule mit Rückenmark und Liquor

 

 syrinx03  
 

Abbildung: Horizontaler Querschnitt durch einen Brustwirbel mit Einzeichnung
von Rückenmark und  -kanal

 

 

In der Mitte des Rückenmarks ist ein Zentralkanal, der von der grauen Substanz, also einem Strang von Nervengewebe, umgeben ist. Die graue Substanz ist eingebettet in weißer Substanz und ummantelt von verschiedenen Häuten (weiche Hirnhaut, Spinnengewebshaut und harte Hirnhaut). Dem Rückenmark entspringen verschiedene Nerven (Spinalnerven), die motorische Signale vom Gehirn über periphere Nerven an die Haut, Knochen, Muskeln und Gelenke leiten (so, wie sie umgekehrt sensorische

Informationen zum Gehirn leiten). Jeder Nerv versorgt einen begrenzten Hautbereich und eine bestimmte Muskelgruppe; Brustnerven versorgen größtenteils Haut und Muskeln des Rumpfes, wohingegen die vorderen Äste der Hals-, Lenden- und Kreuzbeinnerven komplexe Geflechte bilden, die man Plexus nennt.

 

 syrinx04a

 

 

 

 

                                                                  

syrinx05 

Abbildung: Vom Rückenmark ausgehende Spinalnerven (je nach Höhe des Austritts acht Halsnerven, zwölf Brustnerven, fünf Lendennerven, fünf Kreuzbeinnerven und ein Steißnerv.

Abbildung: Schematische Darstellung des Rückenmarks mit beispielhafter, vereinfachter Zeichnung der Spinalnerven. Spinalnerven treten immer paarweise aus dem Rückenmark aus (es müßten hier also vier Spinalnerven eingezeichnet sein).

 

 

 

 
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